Montag, 22. Januar 2018

Rezension | Die Braut des blauen Raben

Klappentext:
Dank der Hellseherin Manteia sind die Raben und mit ihnen die Albträume seit Jahren aus dem Dorf verschwunden. Doch nach der jährlichen Hochzeitszeremonie fallen sie plötzlich scharenweise in Czarny Kruku ein und alte Ängste erwachen unter den Bewohnern. Sinnt der verlorene Junggeselle, dem man seine Braut Lobna vorenthalten will, auf Rache? Und was hat das alles mit der Rabenfrau Waleska zu tun? Voller Panik jagen die Dorfbewohner das Mädchen in die Wälder, ohne zu ahnen, welch dunkle Geheimnisse sich dort verbergen.





Meine Meinung:
Mein erstes Buch aus dem Zeilengoldverlag.
Dieses recht dünne Büchlein hat mich mit seinem Schreibstil und der tollen Geschichte gefesselt. Es ist geheimnisvoll, magisch und märchenhaft. Es gibt Raben, einen Fluch und verängstigte Bürger, eine mutige junge Frau, zauberhafte Momente und Geheimnisse.
Natürlich habe ich dieses Buch geliebt!
Besonders die düstere Atmosphäre, die mich etwas an mittelalterlich anmutende Filme erinnert hat, hat mir sehr gefallen, da diese gut zu der Geschichte um Lobna gepasst hat. Der Hauch des Ungewissen, des Magischen und Gefährlichen kamen in dem Buch nicht zu kurz und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Nebencharaktere, also die Dorfbewohner, hatten erstaunlich viel Charakter dafür, dass man nicht so viel von ihnen gelesen hat. Das ganze Dorf wirkte sehr echt und ich konnte mir Lobnas Leben dort hervorragend vorstellen. Lobna selbst mochte ich auch sehr gerne, obwohl ich mich nicht wirklich mit ihr identifizieren konnte. Sie ist mutig, stark und hat ein großes Herz. Dass gerade sie mit ihrer Großherzigkeit und Aufopferung für ihre Schwestern nicht an die Liebe glaubt, ist traurig, macht jedoch einen großen Teil von ihr aus. Ihre Opferbereitschaft ist fast schon erschreckend und ich bewundere ihren Mut, sich den Dingen zu stellen.
Die Geschichte mit der Rabenfrau Waleska war nochmal ein ganz besonderer Teil des Buches. Etwas düster und bedrohlich, aber auch magisch und sehr interessant. Es erstaunt mich, dass das Buch nur so wenige Seiten hat, wo doch so viel darin steckt.
Ich hätte Lobna gerne noch länger begleitet, doch manche Geschichten enden schnell. 
Ich habe das Buch sehr gern gelesen, weil es so flüssig geschrieben und spannend war. Ich wollte wissen, was es mit Waleska auf sich hat, was passieren wird... 
Ich kann dieses wunderschöne (man achte auf das traumhafte Cover und die schönen Zeichnungen im Inneren!) jedem ans Herz legen.


Mittwoch, 17. Januar 2018

Rezension | Der verwunschene Gott


Für eine Ewigkeit sah sie ihn an. Regen und Blitz und Unsterblichkeit zwischen ihnen. Sie wollte nach ihm greifen, ihn durch ihre Hände sterben sehen, als sie in seinen Augen das gleiche verlangen las. -Der verwunschene Gott
Klappentext:
Morgan Vespasian verdient
sich ihren Unterhalt als Schmugglerin. Seit sie vom Alphawolf der Schmuggler entführt wurde, ist sie dazu verdammt, ihre Lebensschuld abzuarbeiten. Während eines Auftrags wird sie verraten und gerät zwischen die Fronten eines vergessenen Prinzen und eines verfluchten Gottes, die auf der Suche nach einem verwunschenen Schloss sind. Morgan muss sich schon bald für eine Seite entscheiden und bestimmt mit ihrer Wahl das Schicksal des gesamten Königreiches.


Meine Meinung:
Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und bin von Buch zu Buch begeisterter. Der verwunschene Gott hat ihre bisherigen Bücher mal wieder übertroffen und ich bin so froh, das Buch gelesen zu haben!
Allein das Cover ist schon ein Traum. ich habe mich sofort verliebt, als ich es gesehen habe. Ich liebe die Farben, das Mysteriöse, das es ausstrahlt, die Bäume, den Nebel... Alles! Sogar die Schrift ist richtig genial - vom Titel mal zu schweigen.
Mir war  Morgan sofort sympathisch. Sie ist taff, aber das ist nur ihr Äußeres. Sie hat gelernt, zu überleben. Natürlich, denn eine Wölfin muss sich durchbeißen und bekommt nichts geschenkt. Sie tat mir im Laufe der Geschichte unendlich leid. Der Armen bleibt auch nichts erspart. Einige Szenen sind mir sehr nahe gegangen. Sehr, sehr nahe.
Die Geschichte war von Anfang an spannend, gut geschrieben und es passierte sehr viel, wobei es nie überstürzt oder überladen wirkte. Es war genau richtig. Die verschiedenen Emotionen sind sofort zu mir übergesprungen und ich habe Morgan immer mehr ins Herz geschlossen und ihre Geschichte gespannt verfolgt.

Sonntag, 7. Januar 2018

Drachenmond Lesechallenge | Endpost 2017!

Liebe Drachen, Elben, Magier, Phönixe, Vampire und Wandler!

Wir sind heute zusammengekommen, um endlich unsere Glücksdrachen aus der letzten Runde mit allen Keksen zu füttern.

Die letzte Runde für 2017 ist vorbei und das Gewinnerteam steht fest. Wie in den letzten Runden auch, werden wir wieder zwei Bücher und Goodies verlosen. Das erste Buch geht an einen Teilnehmer aus dem Gewinnerteam, das zweite an einen Teilnehmer aus der gesamten Challenge. Dabei bekommt jeder Teilnehmer für je 100 Kekse ein Los!

Alle Teilnehmer versammeln sich Teamweise auf dem Platz. Gespannt warten sie auf die Glücksdrachen, die mit knurrenden Mägen vor ihren Teams landen und hungrig auf die riesigen Keksdosen starren. Medea tritt vor und nennt die besten Teilnehmer ihrer jeweiligen Teams, die die Ehre haben, die Dosen auf das Zeichen gemeinsam mit allen anderen zu öffnen.
"Aus dem Drachenteam tritt bitte Alina vor!", strahlt sie. "Bei den Elben ist es Jaschka, komm auch du einmal nach vorn!"
Dann folgt Carla, die stolz die Namen ihrer besten Teilnehmer verkündet. "Jessy war die erfolgreichste Vampirin und bei den Phönixen ist es Nadine. Tretet einmal vor, damit wir euch alle sehen können!"
Emely strafft die Schultern. "Caro von den Gestaltwandlern, tritt bitte vor! Und Miriam von den Magiern auch, bitte!"

Nachdem alle an ihrem Platz stehen, zählen die Teamleiter feierlich von 3 an rückwärts...
3!
Die Masse stimmt mit ein.
2!
Neugierig recken die ersten ihre Hälse.
1!
Es wird nach den Deckeln der Keksdosen gegriffen.
0!!!

Freitag, 29. Dezember 2017

Rezension | Camp der drei Gaben - Diamantenschimmer


"Finde die Magie in dir" - Camp der drei Gaben

Klappentext:
Fleur kann den Verrat von Theo nur schwer akzeptieren und doch kann sich ihr Herz nicht von ihm lösen. Immerzu kreisen ihre Gedanken um ihn und sein glänzendes Gefängnis, aus dem die Spirit ihn schnellstmöglich befreien will. Gemeinsam mit ihren Freunden sucht sie nach einer Lösung, die Theo das Leben retten und den Krieg zwischen Magiebegabten und Gestaltwandlern für immer beenden könnte. Dazu soll vor allem ein besonderer Diamant im Stande sein, den die Feinde vor langer Zeit in ihren Besitz gebracht haben. Als der nächste Angriff auf das Camp bevorsteht, fasst Fleur einen folgenschweren Entschluss: Um Theo zu retten, wird sie sich ausliefern…



Meine Meinung:
Ich habe lange überlegt, wie ich diese Rezension schreiben soll.
Fleur habe ich im ersten Band schon sehr ins Herz geschlossen. Im Laufe der Geschichte hat sie sich ziemlich verändert, aber nicht unbedingt zum Schlechten. Ich mochte sie vorher etwas lieber, muss ich zugeben. Da war sie noch nahbarer und auch etwas mitfühlender. Natürlich verstehe ich ihre charakterliche Wandlung, aber das heißt ja nicht, dass ich sie gut fand.
Im zweiten Band kommen neue Charaktere dazu, was mir sehr gefallen hat. Sie bringen nochmal eine ganz neue Dynamik mit. Leider muss ich aber sagen, dass mir der erste Band besser gefallen hat. Hier ging mir alles etwas schnell und ich hatte das Gefühl, dass der erste Teil etwas mehr in die Tiefe ging. Vor allem, was die Charaktere und ihr Zusammenspiel anging. Dieses Mal waren die einzelnen Reaktionen extremer, es sind schlimmere Dinge passiert, die ihre Wellen geschlagen haben, die aber auch schnell wieder geradegebogen waren. Ich hätte mir ein bisschen mehr Zeit gewünscht, bevor sich die Probleme lösen. Es ging alles so einfach.
Ansonsten haben mir aber die Ideen hinter der Geschichte und auch der lockere Schreibstil gut gefallen, auch das Spiel zwischen den Guten, den Bösen und den Grauzonen dazwischen. Es war alles logisch und ich bereue es nicht, das Buch gelesen zu haben, denn trotz kleiner Kritikpunkte mochte ich es ganz gern.

Samstag, 23. Dezember 2017

Drachenadvent | Weihnachtliches Interview mit Maja Köllinger



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Hallo ihr Lieben!
Eigentlich war es nicht geplant, aber ich habe heute im Rahmen unseres Drachenadvents ein Interview mit der wundervollen Maja Köllinger (Madness) für euch!
Ich bin gestern spontan als Interviewerin eingesprungen, da jemand anders keine Zeit hatte. Trotzdem lief alles einfach perfekt - Maja und ich sind einfach gut im Spontansein :D
Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei unserem weihnachtlichen Interview!



Hallo Maja! Ich freue mich, dass du so spontan Zeit hast *hust*.
Sag mal, bist du denn schon in Weihnachtsstimmung?

- Ich freue mich auch sehr, beim Drachen Advent dabei sein zu dürfen! 😊 Durch den Uni Stress der letzten Wochen kam ich leider nicht so wirklich in Weihnachtsstimmung, doch jetzt wo es langsam in Richtung Heiligabend geht, steigt die Vorfreude definitiv! ❤


Das wird ja auch höchste Zeit! Wie sieht dein Weihnachtsfest denn dieses Jahr aus? Gehörst du zu den Dekofreaks oder magst du es eher schlicht?
- Wenn ich könnte, würde ich das ganze Haus eindekorieren haha! 😀 Überall würden Lichterketten hängen, Tannenzweige und Kerzen wären in jeder Ecke zu finden und natürlich würde ich haufenweise Kekse backen, damit das ganze Haus wochenlang danach riecht. 😍 Natürlich darf man nicht den Tannenbaum vergessen: Meiner wäre voll mit Lametta und total kitschigen Weihnachtskugeln in allen Formen und Größen. 😱 Ich liebe einfach alles, was mit Deko zu tun hat. ❤


Hahaha, das würde ich liebend gerne sehen! Gehören Bücher denn auch irgendwie zu deinem Weihnachten dazu?
- Auf jeden Fall! ❤ Ich liebe es während der Weihnachtszeit bestimmte Bücher zu lesen, die eine tolle Atmosphäre schaffen. 😍 Zurzeit lese ich beispielsweise "Wolkenschloss" von Kerstin Gier. Es passt einfach hervorragend zum Winter! ❤ Als Kind habe ich jedes Jahr "Hinter verzauberten Fenstern" von Cornelia Funke gelesen, eines meiner absoluten Lieblingskinderbücher. 😊 Aber ich lese nicht nur unheimlich gerne, sondern verschenke natürlich auch stapelweise Bücher! ❤ Meiner Meinung nach kann man nie genug Bücher besitzen. 😀

Freitag, 22. Dezember 2017

Kurzgeschichte | Der Mann hinter dem Vorhang aus Sternen

Hallo ihr Lieben!
Ich muss meine Freude einmal mit euch teilen: Ich habe einen Schreibwettbewerb gewonnen! Und zwar den von der lieben Luna von Lunatic Booklover ♥ In ihrem Podcast-Adventkalender liest sie meine Geschichte sogar vor - und sie liest soooo schön! Durch sie ist meine Geschichte noch magischer geworden, hach ♥ Hört unbedingt mal bei ihr rein, ich liebe ihren Podcast!!!


Meine Geschichte ist ihr Türchen Nummer 21. Ich fühle mich wirklich geehrt, dass sie meine Kurzgeschichte in ihrem Podcast vorliest ♥♥♥
*Hier entlang zum 21. Türchen!*

Alles Liebe
Emely

Dienstag, 19. Dezember 2017

Romanprojekt | Textschnipsel aus der Dschinnstadt

Ich habe gerade das Gefühl, nichts zu schaffen, auf der Stelle zu treten... Ich weiß, es ist wieder nur eine Phase, aber dieses Wissen macht es nicht unbedingt besser.
Gerade sitze ich an einem meiner Romanprojekte und dachte mir, dass ich euch daraus ein Stück zeigen kann.
Für dieses Projekt musste es einfach die erste Person Präsens sein, auch wenn das für High Fantasy eher ungewöhnlich ist. Aber ehrlich gesagt ist mein Romanprojekt auch keine normale High Fantasy. Nichtmal ansatzweise, haha! Ach, lest selbst... Ich hoffe, der Textschnipsel gefällt euch!


Der Raum sieht bewohnt aus, ist zu unserem Glück jedoch leer. Wir haben alle Räume überprüft und stehen nun in einem der zwei Schlafzimmer, in dem ein breites Bett mit zerwühlten, dreckigen Laken steht. Sofort fühle ich mich unwohl, wie ein Eindringling, der ich auch bin. Hier, in diesem Haus, wohnen Menschen. Und wir treten einfach ein.
„Lass uns gehen“, flüstere ich Anden zu und ziehe an seinem Ärmel. „Ich habe kein gutes Gefühl.“
Noch ehe ich geendet habe, höre ich, wie die Haustür geöffnet wird und jemand eintritt. Hastig ziehen wir uns zurück, wollen zur Falltür, doch diese liegt auf der anderen Seite der Eingangstür.
„Durch das Fenster!“, keuche ich. Also laufen wir auf die andere Seite des Bettes und versuchen, das Fenster aufzustemmen. Doch es rührt sich nicht, ist fest in der Mauer verankert. Anden flucht. Was jetzt?
Wir verharren im Schlafzimmer. Vielleicht werden wir nicht gefunden und uns bietet sich eine andere Chance zur Flucht. Ich klammere mich an die Hoffnung, blende alles um mich herum aus. Ich zucke nicht einmal zusammen, als der Vorhang, der das Schlafzimmer von den restlichen Räumen trennt, beiseitegerissen wird.